Beim Dorf-Weihnachtsbaum-Aufstellen 2015 lief uns plötzlich und unerwartet ein herrenloses Osterfeuer zu, und auch ob der unverhohlenen Nicht-Begeisterung der Orts- und Stadtbürgermeister, wollte es uns fortan nicht mehr von der Seite weichen. So kamen wir überein, dem Heimatlosen eine neue Bleibe an alter Stelle dar zu bieten.

 

Also wurde sich Ende Februar 2016 erstmals aufgemacht, der dafür benötigten Holzbestände Herr zu werden. Was besonders auffiel: Bukos Kettensäge glänzte mit einer um Längen unterbotenen Euro 4 - Norm! Nicht nur, dass sich das Arbeitsgerät den ganzen Tag über fast völlig schadstoffrei hielt, auch der Verbrauch war kaum zu ermitteln. Selbst in Sachen Geräuschkulisse übertraf der Maschinist sein Arbeitsgerät bei weitem. Vielleicht auch, weil dieser bereits nach kurzer Zeit rein optisch den Eindruck vermittelte, bei den hier zu verarbeitenden Rohstoffen würde es sich um Tropenhölzer handeln... 

 

Beim Umformen des Bio-Baumaterials in ein klassisches Osterfeuer konnten wir glücklicherweise auf die Erfahrungswerte einiger pyrotechnisch-versierter Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr zurück greifen, welche bisher die Patenschaft für dieses epochale Bauwerk inne hatten. Wie beim Turmbau zu Babel griffen viele fleißige Hände ineinander, das Projekt erhob sich in ungeahnte Höhen und am Ende des Tages wußte der eine nicht mehr, was der andere ihm eigentlich sagen wollte. Dies lag aber weniger an babylonischer Blasphemie, sondern war eher der Einbecker Braukunst geschuldet.

 

Eine hier nicht näher bezeichnete Kettensäge machte auch im weiteren Verlauf der Bauphase jeden grünen Politiker glücklich. Mit einer eher fragwürdigen Einstellung zu ihrem Einsatzbereich, glänzte sie sogar mit 2 (zwei) Ersatzketten. Die eine stumpf, die andere zahnlos... Statistisch gesehen sicher ein passabler Wert, im Praktischen aber nicht sehr arbeitsdienlich.

 

Aber nicht zuletzt einem derart zuverlässigen Maschinenpark - hier ein dickes Dankeschön an alle, die Trecker, Wagen, Winde, Kran und anderes Arbeitsgerät zur Verfügung stellten - ist es zu verdanken, dass letzten Endes auch 2016 wieder ein Osterfeuer im Unterdorf stand.

 

Ein Wort noch in eigener Sache an die doch etwas unheimliche Gestalt in dem dunklen Mercedes-Kombi, die sich in regelmäßigen Abständen immer wieder unserer Baustelle näherte, sehnsuchtsvolle Blicke herüber warf, diese sogar foto-dokumentarisch festhielt, um sich dann Gollum-artig von hinnen zu trollen: Hallo, Unbekannter Nr. 1, falls Dir irgendwas fehlt - ein lieber Händedruck, eine herzliche Umarmung, ein kühles Getränk, ein warmes Essen oder gar Obdach -, kannst du alles bei uns finden... Na,ja, das erste wohl nicht, das zweite auf gar keinen Fall, Obdach nur bis Ostersonntag und den Rest nur solange Vorrat reicht. Was wir damit aber sagen wollen: Niemand muß SO leben! Und daher wird im nächsten Jahr an allen Bautagen ein Teller mit einem leckeren Leberwurstbrot und einer Capri-Sonne (Geschmacksrichtung Vogelspinne) direkt am Ortsschild für dich bereit stehen. Nur Mut! Greif zu!

Morgens, halb zehn in Deutschland: Während die Truppe noch schlaftrunken vor sich hin kompostiert, gibt Dieter schon mal die Einsatzpläne bekannt...

Der Brückenkopf ist errichtet: Von nun an geht´s bergauf!

Security Frida hat die wertvollen Rohstoffe immer im Blick!

Ein imposanter Maschinenpark war maßgebend dafür, dass das Bier nicht warm und die Bratwurst nicht kalt wurde.

Die Mittagspause ist dann am schönsten, wenn sie nicht dauernd durch Arbeit unterbrochen wird...

AQUAMAN ist scheiße...

...der kann nicht mal einen Nagel einschlagen!

Gebrannt hat´s dann auch noch... Also, das Osterfeuer! Muß ja. Die verkokelten Fragmente unserer Zeltplane, der Bierbuden-Bedachung, sowie Egon`s bester Jacke bezeugen das mehr als deutlich. Wäre übrigens toll, wenn mir wenigstens einer der gefühlt 2.000.000 "Personen", die mir am Veranstaltungsabend ein Porträt des flammenden Infernos unter die Nase hielten, mal ein Bild rüberwachsen lassen würde, damit sich das Ereignis hier auch dokumentarisch darstellen ließe. DANKE!

 

Ansonsten bleibt nur zu sagen....

We´ll be back!*   (*frei nach A. Schwarzenegger, Philosoph)

P.S.: Als wir im Mai 2016 Bauholz für ein Pfadfinderzeltlager aus dem Pöhlder Forst holen mußten, hatte Buko leider keine Zeit. Er bot uns aber sofort an, seine Kettensäge benutzen zu können...

Hallo, Hannah...

...unser jüngstes Vereinsmitglied passt endlich in in ihr Club-Outfit. Natürlich mit Betriebserlaubnis...

Endlich mal wieder... ein Tag auf dem
HARZRING!

10 mal nahm der MSC Pöhlde am 24h-Rennen auf dem Harzring teil, 10 Jahre lang war der Harzring über die Sommermonate ein bestimmender Teil des Vereinslebens. Nachdem 2011 das 24h-Rennen seine Tore schloss, klafft irgendwie ein Lücke im Sommerprogramm. So keimte die Idee, ob man den Harzring nicht auch noch anders nutzen könnte, als zu beinharten motorsportlichen Auseinandersetzungen im 125 ccm-Bereich. Zum Beispiel zum lustigen Asphalt-Erschrecken mit stinknormalen Straßenhobeln. Gesagt, getan. Ende Juli machten sich 11 Motorräder unterschiedlichster Couleur inkl. deren Fahrer auf in´s malerische Sachsen-Anhalt, den EINEN Ring zu finden.

Ankunft! Durchatmen und fertig machen zum Benzin auseinander fahren und Reifen hobeln.

Und los geht´s... die ersten Runden vor atemberaubender Harzring-Kulisse.

Kalle gast an! Und das Wetter war viel besser, als der trübe Himmel vermuten lässt...

Kurve 12: Vater und Tochter oder: Falsche und richtige Linienwahl.

So fährt ein 3-facher 24h-Champion...

Heiko beklagt den beidseitigen Verlust von 50% seiner Fußrasten!

Führerschein-Neuling Jonas zeigt, dass 210 kg verteilt auf nur 34 PS - und gerade mal 2 Wochen Fahrpraxis - auf dem Harzring kein Nachteil sein müssen (und es evtl. auch kein Fehler war, mal als MX-Junior beim MSC unterwegs gewesen zu sein).

Bei sehr angenehmen Temperaturen und fast durchgängigem Sonnenschein werden die ersten Runden in Angriff genommen. Schnell macht man sich mit dem 1 km langen Traditionskurs (since 1998) vertraut und ebenso wie die Rundenzeiten fallen, steigt der Schräglagengrad. Die Reifen zeigen ihre Freude am Fahren durch lustigen Abrieb an der äußersten Reifenflanke. So hat hier eigentlich jeder seinen Spaß...

Pause! Muss ja auch mal sein...

Karsten grillt, Christian kontrolliert - oder hat einfach den größten Hunger...

DER Vorteil einer Can-Am: Kippt auch bei 0 km/h nicht um...

Karstens Hinterreifen...

Und weiter geht´s! Während Jonas zeigt, dass man auch mit einer gerade erst erworbenen Fahrerlaubnis der Klasse formerly-known-as-1a und einem damit erzwungenen 34 PS-Knebel in einer ZX-9R ganz vorn mitfahren kann, beklagt Heiko einen 50%igen Verlust seiner Fußrasten-Anlage, welche sich in Form kleiner glühender Funken auf dem Asphaltband des Harzringes verteilt hat. Nadine - bereits 3 Wochen zuvor mit einer Harzring-Exkursion belastet - verschreckt den geneigten Beobachter mit heftigsten Kurveneinfahrtsgeschwindigkeiten und dem daraus resultierendem, auf weiblicher Gelassenheit fußendem Kurven-Exit (was man auch mit dem Hummelflug-Effekt erklären könnte, aber in diesem Zusammenhang nur falsch verstanden würde). Papa Karsten beeindruckt durch das konsequent durchgezogene Befahren der falschen Linien, welches er durch noch haarsträubendere Schräglagen auszugleichen weiß. Resultat: siehe Reifen oben. Karsten sagt, der Reifen habe sich mittlerweile wieder erholt. Lebenden Kautschuk-Kulturen sei dank!

Weiter geht´s: Kalle hetzt Heike...

Pitty hetzt Kalle...

Paula...lässt sich nicht hetzen.

Nadine mit der höchsten Kurveneinfahrts-Geschwindigkeit...

Karsten gleicht seine konstant falsche Linienwahl durch exorbitant verschreckende Schräglagen aus.

Spaß hat´s gemacht! Und als am späten Nachmittag die Rückfahrt angetreten wird, stellt sich heraus, dass Pitty, selbst dreifacher 24h-Sieger, auch nach über 10 Jahren immer noch nicht weiß, wo am Harzring eine adäquate Tankstelle zu finden ist. So stranden wir an einer Tanke, die nicht nur durch ihre Lage, sondern vor allem durch die urplötzlich aus dem Nichts auftauchenden, auf Badelatschen heran schurfenden Gestalten in Schlabbershirt, Jogginghose (ggf. ergänzt durch Hosenträger und/oder gammliges Basecap), sowie einer Plastiktüte, gefüllt mit Leergut alkoholischer Prägung, die sich langsam, aber unaufhaltsam dem arglosen Treibstoffsuchenden nähern, eher an "Die Nacht der lebenden Toten", denn an ein befriedigendes Tankerlebnis erinnert. Erinnerungen werden wach: Bereits 2001 verschlug es einen auf der Suche nach dem Harzring, sowie einer hilfreichen Wegbeschreibung in dieses obskure Etablissement. Und die Typen, die im angrenzenden Alkoholiker-Auffanglager sitzen, sind immer noch die gleichen. Wenn nicht gar dieselben!

Auf der Fahrt nach Hause über die B6, bietet die Unwetterfront, welche sich über dem Harz fest gesetzt hat, einen Anblick, der Mordor wie ein tropisches Paradies erscheinen läßt. Dumm nur, dass Heike und Kalle, sowie die Göttinger Gruppe ausgerechnet den Weg quer über den Harz für ihre Heimreise gewählt haben. Immerhin hatten sie viel weniger Mücken auf dem Visier, als der Rest der Truppe, der den Harz umfahren hat.

So kann jeder zufrieden sein und die Harzring-Exkursion schreit nicht nur nach einer Wiederholung, vielmehr nach einem festen Bestandteil folgender Sommerprogramme.
 

Impressionen vom Oldtimertreffen

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